Herzchirurgie Thoraxchirurgie Gefäßchirurgie

Koronarchirurgie (Bypasschirurgie)

Hierbei handelt es sich um den häufigsten herzchirurgischen Eingriff; um zum Herzen zu gelangen muss das Brustbein in der Mitte durchtrennt werden (Sternotomie).

Diese Operation wird in der Regel an der Herzlungenmaschine (HLM) durchgeführt, wobei seit einiger Zeit bevorzugt eine Mini-Herzlungenmaschine (MECC) eingesetzt wird, was den Vorteil hat, dass kaum noch Fremdblutkonserven verabreicht werden müssen. In aus-gewählten Fällen können Koronarbypässe aber auch ohne Herzlungenmaschine operiert werden (off pump).

Als Bypassmaterial kommen in erster Linie hinter dem Brustbein liegende Arterien (arteria mammaria), Arterien vom Unterarm (arteria radialis) und oberflächliche Venen an der Innenseite der Beine (vena saphena magna), zum Einsatz.

Am Ende der Operation wird das Brustbein mit Stahldrähten verschlossen; die Haut wird mit einem Faden zugenäht, der sich von alleine auflöst und nicht entfernt werden muss.

Nach dem Eingriff kommt der Patient auf die Intensivstation, bei komplikationslosem Verlauf am ersten postoperativen Tag wieder auf die Normalstation. In der Regel ist mit einem Krankenhausaufenthalt von 8-10 Tagen nach der Operation zu rechnen.